KONSTRUKTION

Der konstruktionstechnische Aufbau der unterescheidet sich erheblich von konventionellen Offsetdruckmaschinen. Die Designziele der Konstrukteure dieser Maschine waren:

Die Standartmöglichkeit, die jedes Designteam bei der Gestaltung einer Druckmaschine vor Augen hat, ist eine konventionelle vereinheitlichte Struktur mit 4 Platten,- Gummituch- und Druckzylindern, sowie zahlreichen Übertragungszylindern (Abb.1). Obwohl es sich hier um ein bewährtes System handelt, erfüllt es nahezu keines der Designziele.
Eine etwas einfachere Konfiguration wird in (Abb.2) gezeigt. Diese Maschine hat 11 Zylinder, zwei Druckzylinder und einen Übertragungszylinder. Sie ist zwar etwas kompakter als die traditionelle Anordnung und spart 4 Zylinder, doch ist sie immer noch komplex, ohne die Anzahl der Plattenbebilderungssysteme und der elektronischen Systeme zu verringern, die ein kritisches Element für die Verlässlichkeit darstellen. In vielen Aspekten ist diese Druckmaschine nur eine Variante des konventionellen Designs.
Ein weiterer Schritt bei der Eliminierung von Zylindern, ist die 9-Zylindermaschine in einer Sternkonfiguration wie in (Abb.3) gezeigt. Hier werden vier Platten und Gummizylinder um einen zentralen Druckzylinder angeordnet wodurch die Bogenübertragung während des Druckprzesses eliminiert wird. Dieses System wäre aber bei dem gewünschten Druckformat alles andere als kompakt. Ausserdem wäre die Druckmaschine schwer zu bedienen gewesen, und die Anzahl der elektronischen Systeme wäre nicht reduziert worden.

Abb 1

Abb 2

Abb 3
Die absulut minimale Anzahl Zylinder bei einer Vierfarben-Offset-Druckmaschine sind drei Zylinder wie in (Abb.4) gezeigt. In dieser Druckmaschine erfolgt der Druck mit nur einem Platten- und einem Gummituchzylinder, die in je vier Segmente für die vier Farben aufgeteilt sind, und einem Druckzylinder von gewöhnlicher GrösseJeder Bogen macht vier Umdrehungen auf dem Druckzylinder. Hier werden die Hauptziele Minimalisierung der Zylinderanzahl, Reduktion der Komplexität und Eliminierung der elektronischen Systeme erfüllt. Die Drehung des einzigen Druckzylinders für eine Leistung von 10.000 Bogen/Stunde würde aber zu vielzu hohen Papiergeschwindigkeiten führen. (Bei 10.000 Bg/h müsste der Druckzylinder 40.000 Umdrehungen/h leisten).
Schliesslich hat man sich für die in (Abb.5) gezeigte Zylinderanordnung entschieden. Ein 5-Zylindersystem mit zwei Platten-,und Gummituchzylinder, die in 2 Segmente geteilt sind, und ein in drei Segmente aufgeteilter Gegendruckzylinder. Die kleine Anzahl sich bewegender Teile und die Notwendigkeit von nur 2 Bebilderungssystemen führen zu einer wesentlichen Einfachheit und Robustheit.Eine Druckmaschine mit diesem Design, Format und Leistung hat eine Papiergeschwindigkeit von 3,5 Meter/sec. Eine Drehung der Druckmaschine auf die Seite ermöglicht den Zugang zu den Farbeinheiten von der Seite statt von Oben. Hierdurch wird die Bedienung vereinfacht und die Maschine wird kompakt.Die Konzentration von Farb-, und Plattenbehandlung an einem Ende der Druckmaschine und aller Papierbehandlungen am anderen Ende der Maschine ist zwar höchst unkonventionell, macht aber dem einzigen Bediener der Maschine die Arbeit leicht.

Abb 4

Abb 5


HOME - GRAFIK - PHOTO/LITHO - ARCHIV - WWW-SERVICE - PAPIER
DATENTRANSFER - BELICHTUNGSSERVICE - DIGITALDRUCK
OFFSETDRUCK - STEINDRUCK - ENDFERTIGUNG - VERSAND
GESCHÄFTSBEDINGUNGEN - DIVERSE

© s & b Wien 1999